MA – EMV-Messverfahren für unerwünschte Wechselanteile

EMV-Messverfahren für unerwünschte Wechselanteile auf langen Leitungen an USV-Batterieanschlüssen in Funkhäusern

Unerwünschte Wechselanteile im Hörfrequenzbereich (unter 20 kHz) am Batterieanschluss von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) werden oft durch getaktete Regler am DC-Zwischenkreis hervorgerufen und können hochsensible Signalsysteme in Funkhäusern stören.      Für die zukünftige Vorgabe von Grenz­­­werten für Rippelspannung und -strom am Batterieanschluss von USV-Anlagen soll ein zu entwickelnder Messaufbau im Prüflabor typische Installationen mit langen Kabeln zur räumlich abgesetzten Batterie­anlage nachbilden.

Es ist ein EMV-Modell zu entwickeln, das die elektromagnetische Wechselwirkung der USV-Anlage an der Batterieschnittstelle mit der Umgebung unter Berücksichtigung der elektromagnetischen Eigenschaften der Verbindungskabel zur Batterieanlage darstellt. Durch darauf aufbauende systemtheoretische Betrachtungen und Labormessungen ist zu überprüfen, ob sich die für Funkstörmessungen nach CISPR im Frequenzbereich von 150 kHz bis 30 MHz entwickelte DC-Netznachbildung für eine Worst-Case-Abschätzung des Störpotenzials am Batterieanschluss der USV-Anlage im Hörfrequenzbereich bis 20 kHz einsetzen lässt.

Durch Dokumentation praktischer Untersuchungen im alltagsnahen Umfeld ist der Ansatz des entwickelten Messverfahrens zu bewerten.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der ARGE Rundfunk-Betriebstechnik, einer Gemeinschaftseinrichtung von ARD und ZDF in Nürnberg

Betreuer: Dipl.-Ing. Martin Frey (ARGE RBT) – Telefon: 0911-6573164; Email: martin.frey@rbt-nbg.de;

Dr. Frank Grünig (Fraunhofer IISB) – Telefon: 09131-761595; Email: Frank.Gruenig@iisb.fraunhofer.de;

Thomas Smazinka (Fraunhofer IISB) – Telefon: 09131-761285; Email: Thomas.Smazinka@iisb.fraunhofer.de

Für Studienfächer: EEI

Frühest möglicher Beginn: September 2017

Verantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Martin März