Im Projekt IRES4Ukraine werden Konzepte und Hilfsmittel für eine resiliente und nachhaltige Energieversorgung in der Ukraine entwickelt. Im Vordergrund steht dabei der Wiederaufbau der (teilweise) zerstörten Energieinfrastrukturen. Neben der Versorgungssicherheit wird im Projekt auch die Zukunftssicherheit der Lösungen adressiert. Der Wiederaufbau soll daher überwiegend auf klimafreundlichen Technologien aufbauen, um eine Reduktion der Emissionen zu erreichen. Die Modellierung, Simulation und Optimierung der Energieversorgungskonzepte erfolgt auf Basis der Software-Toolbox intEMT® des Fraunhofer IISB. Diese wird in IRES4Ukraine zudem um Aspekte der Resilienz erweitert.
Im Rahmen der Arbeit sollen zunächst gängige Methoden zur techno-ökonomischen Bewertung von Energieversorgungsstrukturen (z. B. Kapitalwertmethode, Levelized Cost of Energy, Amortisationszeiten, Sensitivitätsanalysen) recherchiert, gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Eignung für resiliente Energiesysteme bewertet werden. Darauf aufbauend sind geeignete Kennzahlen und Bewertungslogiken auszuwählen und konzeptionell so aufzubereiten, dass sie in intEMT® integriert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der prototypischen Implementierung der ausgewählten Bewertungsmethode in intEMT® sowie der Anwendung auf ausgewählte Fallstudien aus dem Projekt IRES4Ukraine. Die Ergebnisse sollen hinsichtlich Aussagekraft, Anwendbarkeit und Grenzen der Methoden kritisch diskutiert und in Form von Handlungsempfehlungen für zukünftige Planungs- und Optimierungsstudien zusammengefasst werden.
Bearbeiter: Rasched Salihi
Betreuer: Dr. Christopher Lange, Tobias Beck
Frühest möglicher Beginn: sofort
Verantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Martin März